Im Rahmen des diesjährigen Global Technology Forums besuchten unsere internationalen Gäste die TECH2026 auf dem Messegelände der Theresienwiese, um das Heilbronner Ökosystem direkt zu erleben und mit den Mitarbeitenden der Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Dabei nahmen einige der Wissenschaftlerinnen und Professoren an zwei Podiumsdiskussionen teil.
Im House of Startups drehte sich alles um die ideale Verknüpfung von Forschung und Anwendung – und um Wege, die Lücke zwischen beiden zu schließen. Genau diese Frage stand im Mittelpunkt der Public Fish Bowl Discussion „Bridging the Gap Between Research and Its Application, Commercialization, and Spin-offs“, die Prof. Martin Meißner vom TUM Campus Heilbronn moderierte.
Internationale Expertinnen und Experten brachten dabei unterschiedliche Perspektiven ein:
- Prof. Luise Pufahl vom TUM Campus Heilbronn betonte die Bedeutung von Vertrauen und langfristigen Beziehungen für erfolgreiche Kooperationen mit der Industrie. Gleichzeitig unterstrich sie den hohen Wert von Bildung und die guten Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer an der TUM.
- Prof. Alexander Ling Euk Jin von der National University of Singapore sprach über die Chancen und Herausforderungen des Start-up-Standorts Singapur: unkomplizierte Gründung vs. ein kleiner Heimatmarkt. Umso wichtiger sei es, eine Marktnische zu finden und wirtschaftliche Ziele im Blick zu behalten.
- Prof. Rainer Dumke von der Nanyang Technological University Singapore sieht großes Zukunftspotenzial in der Quantentechnologie. Für ihn sind Forschung und Bildung untrennbar miteinander verbunden.
- Dr. Joba Adisa von der Stanford University betonte, dass öffentlicher Auftrag und Kommerzialisierung von Bildung kein Widerspruch sein müssen, solange die gesellschaftliche Verantwortung nicht aus dem Blick gerät.
Das TECH-Panel „Convergence or Collision: Bridging AI, Science & Society“ wurde von Solveig Gode, der Ressortleiterin Podcast, Live und Video des Handelsblatts, moderiert und drehte sich um die Frage, wie KI für das Gemeinwohl der Wissenschaft vorangebracht werden kann und wie sich die Kluft zwischen wissenschaftlichen Möglichkeiten und gesellschaftlicher Bereitschaft schließen lässt.
Darüber diskutierten Tomer Shadmy, Professorin für Informatik, Recht und Ethik an der Hebräischen Universität Jerusalem, Carl Benedikt Frey, Professor für KI und Arbeit am Oxford Internet Institute, Prof. Ali Sunyaev, Vizepräsident des TUM Campus Heilbronn, und Michael Impink, Professor an der HEC Paris.
Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse:
- Für HUJI-Professorin Tomer Shadmy sind die entscheidenden Fragen, wohin die Reise geht und wie wir Institute neu denken.
- Prof. Carl Benedikt Frey von der Universität Oxford fordert, die Grenzen zu verschieben und mehr Risiken einzugehen, um den Wandel erfolgreich zu gestalten.
- Für den Vizepräsidenten des TUM Campus Heilbronn, Prof. Ali Sunyaev, liegt der Schlüssel im Teilen von Wissen und in der internationalen Zusammenarbeit.
- Prof. Michael Impink von der HEC Paris ist der Meinung, dass auch Start-ups und die Gesellschaft von der Weiterentwicklung profitieren, wenn es einen Markt für Ideen gibt, auch wenn am Ende große Unternehmen damit Geld verdienen.
Das GTF wird fortgesetzt. In internen Workshops bündeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihr Wissen und entwickeln neue Forschungsansätze. Stay tuned!