Soziale Arbeit an der DHBW Heilbronn: Die erste Studentin eines neuen Studiengangs

Von Redaktion, Foto: DHBW Heilbronn

Mailin Gerstauer hat ihren Studienvertrag mit dem Diakonischen Werk Heilbronn unterschrieben. Am 1. Oktober 2026 beginnt sie das neue duale Studium Soziale Arbeit an der DHBW Heilbronn. Der Studiengang verbindet Sozialmanagement, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Gerstauer gehört damit zum ersten Jahrgang.

Ein Studiengang steht zuerst auf dem Papier. Er beginnt jedoch erst mit der ersten Person, die ihn belegt. An der DHBW Heilbronn heißt diese Person Mailin Gerstauer.

Sie hat ihren Studienvertrag mit dem Diakonischen Werk Heilbronn unterschrieben. Am 1. Oktober 2026 startet sie in das duale Studium. Zuvor hatte sie eine Ausbildung zur Fachkraft für Heilerziehungspflege abgeschlossen.

Von der Heilerziehungspflege an den Bildungscampus

Im Berufsalltag habe sie schnell gemerkt, dass Soziale Arbeit mehr sei als die direkte Arbeit mit Menschen. Das erklärte Gerstauer im Interview mit der DHBW Heilbronn. Themen wie Hilfeplanung, Dokumentation, Organisation und Abstimmung mit anderen Stellen seien dazugekommen.

Genau diese Schnittstelle zwischen Mensch, Struktur und Verantwortung habe sie neugierig gemacht. Deshalb entschied sie sich für das Studium. Es gebe ihr die Chance, ihre Praxiserfahrung weiterzuentwickeln und Soziale Arbeit aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Soziale Arbeit an der DHBW Heilbronn: drei Felder in einem Studiengang

Der Studiengang trägt den Titel »Soziale Arbeit« und führt die Schwerpunkte Sozialmanagement, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zusammen. Er fragt damit nicht nur, wie man Menschen unterstützt. Ebenso geht es darum, wie soziale Einrichtungen gut funktionieren.

Sozialmanagement helfe dabei, Abläufe, Entscheidungen und Verantwortung besser zu verstehen, so Gerstauer. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz machten das Ganze zukunftsorientiert. Denn beide Themen würden auch im sozialen Bereich immer wichtiger.

»Ich möchte lernen, wo Technik sinnvoll entlasten kann«, sagte sie im Interview mit der DHBW Heilbronn. Zugleich wolle sie verstehen, wo der Mensch unersetzlich bleibe.

Praxis in der Sozial- und Schwangerschaftsberatung

Die Praxisphasen absolviert Gerstauer beim Diakonischen Werk Heilbronn. Dort arbeitet sie unter anderem in der Sozial- und Schwangerschaftsberatung. Darauf freue sie sich besonders.

Viele Situationen kenne sie bereits aus dem Arbeitsalltag. Nun wolle sie die Hintergründe besser verstehen. Theorie und Praxis direkt miteinander zu verbinden, sei für sie einer der zentralen Punkte des dualen Modells.

Wo Technik entlasten kann und wo nicht

In sozialen Berufen gehe viel Zeit für Dokumentation, Planung und Organisation drauf, erläuterte Gerstauer. Wenn digitale Werkzeuge oder KI hier unterstützten, bleibe im besten Fall mehr Zeit für die Arbeit mit den Menschen. Das ist die Rechnung, die hinter dem Zuschnitt des Studiengangs steht.

Gerade in sensiblen Beratungsfeldern müsse aber klar sein, dass Technik unterstütze und nicht ersetze. Empathie, Vertrauen und persönliche Beratung blieben zentral. Diese Grenze zieht Gerstauer deutlich.

Warum die Region ein Argument ist

Heilbronn sei für dieses Studium der richtige Ort, sagt sie. Denn hier kämen soziale Praxis, ein moderner Bildungscampus und Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI zusammen. Außerdem gebe es in der Region viele soziale Einrichtungen und Beratungsangebote, die Fachkräfte suchten.

Der Studiengang passe zu allen, die gerne mit Menschen arbeiteten. Ebenso richte er sich an jene, die verstehen wollten, was hinter den Kulissen sozialer Einrichtungen passiert. So lasse sich in der eigenen Region studieren und zugleich Praxiserfahrung sammeln.

Auf den ersten Jahrgang freut sich Gerstauer eigenen Angaben zufolge ebenfalls. Dazu kämen neue Leute und kurze Wege auf dem Campus. Am 1. Oktober beginnt der Studiengang, den bislang niemand studiert hat.

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