Neue Sicherheitsmaßnahme: Videoüberwachung am Heilbronner Marktplatz gestartet

Von Redaktion, Foto: Stadt Heilbronn

Seit dem 3. September ist der Heilbronner Marktplatz unter elektronischer Beobachtung. Die Stadt Heilbronn und das Polizeipräsidium haben gemeinsam eine Videoüberwachung eingerichtet, um die Sicherheit in der Innenstadt weiter zu verbessern. Gleichzeitig wurde das kostenlose WLAN im Bereich des Marktplatzes von bisher drei auf eine Stunde pro Nutzer reduziert.

„Für uns ist das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger Maßstab für unser Handeln“, betonte Oberbürgermeister Harry Mergel bei der Vorstellung der Maßnahme. Der Videoschutz sei ein „weiterer wichtiger Baustein der Sicherheitsarchitektur“ in Heilbronn.

Die hochauflösenden Kameras übertragen ihre Bilder live an das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums, wo sie ausgewertet werden. „Der aktive Videoschutz eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten“, erklärte Polizeipräsident Frank Spitzmüller. „Wir können in kürzester Zeit auf Vorkommnisse reagieren und Interventionskräfte in den Einsatzraum bringen. Unser Ziel ist es, besonders die Straßenkriminalität schon im Ansatz zu verhindern.“

Die Überwachung findet zu festen Zeiten statt: montags bis freitags zwischen 14 und 21 Uhr sowie samstags von 20 bis 2 Uhr. Die Aufnahmen werden grundsätzlich für 72 Stunden gespeichert und danach gelöscht, sofern sie nicht als Beweismittel zur Verfolgung von Straftaten benötigt werden. Auf die Videoüberwachung wird durch sieben gut sichtbare Hinweisschilder rund um den Marktplatz aufmerksam gemacht.

Die Maßnahme ist zunächst auf zwölf Monate begrenzt. Die technische Umsetzung finanziert die Stadt Heilbronn, während das Polizeipräsidium den Personalaufwand trägt.

Trotz der bereits guten Sicherheitslage – Heilbronn nimmt laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister Thomas Strobl „seit Jahren einen Spitzenplatz bei der Sicherheit unter den Großstädten in Baden-Württemberg ein“ – sei die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten in der Innenstadt und besonders am Marktplatz in den letzten Jahren tendenziell angestiegen. In der ersten Jahreshälfte 2025 habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen weiteren Anstieg gegeben.

Die Videoüberwachung ist Teil der Konzeption „Sicheres Heilbronn“, einer Kooperation zwischen dem Polizeipräsidium und der Stadt, die seit April 2023 besteht und im Oktober 2024 mit einer Vereinbarung zwischen Innenminister Strobl, OB Mergel und Polizeipräsident Spitzmüller verstetigt wurde.

Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählen eine erhöhte Präsenz von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst, gezielte Kontrollen, das Verbot der Straßenprostitution in der Hafenstraße, ein Alkoholverbot am Flügelnussbaum/Stadtgarten sowie Waffen- und Messerverbotszonen am Hauptbahnhof und im Stadtgebiet. Hinzu kommen Platzverweise für bestimmte Personen oder Personengruppen, der verstärkte Einsatz ziviler Polizeikräfte und regelmäßige Kontrollen der Poser- und Raserszene.

Detaillierte Informationen zum Thema Videoüberwachung stehen auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Heilbronn zur Verfügung.

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