Von Redaktion, Foto: experimenta
Logistik simulieren, einen Podcast aufnehmen, eine Gründungsidee testen: Über 40 internationale Schülerinnen und Schüler haben die Hochschule Heilbronn am Bildungscampus erkundet. Sie stammen aus 36 Ländern und nehmen am Jugendkurs Deutsch und Beruf teil. Der Besuch bot Einblicke in Studium und Karrierechancen in Deutschland.
Roboter saugen, mähen, putzen Fenster und reinigen Pools. Warum also nicht auch das Whiteboard im Klassenzimmer? Genau diese Frage stellten sich fünf Schülerinnen und bauten den Prototyp eines elektronischen Tafelwischers.
Ihr Gerät fährt per Knopfdruck magnetisch über das Whiteboard. Es verfügt zudem über einen Sensor und über zwei Behälter, einen für sauberes und einen für schmutziges Wasser. Vorgestellt wurde der Wischroboter beim regionalen Wettbewerb »Kreative Köpfe«.

Was der Wettbewerb Kreative Köpfe prämiert
Bei »Kreative Köpfe« präsentieren Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren ihre Erfindungen. Eine Jury beurteilt die Projekte in verschiedenen Kategorien, darunter Nachhaltigkeit, Kreativität und die Marktfähigkeit eines Produkts. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Erfindergeist und Ideenreichtum. Davon gab es auch in diesem Jahr reichlich.
Insgesamt fünf Ideen, die das Jugendforschungszentrum (JFZ) der experimenta betreut hat, wurden ausgezeichnet. Der Tafelwischer ist eine davon.
Ein Ring mit Sprachsteuerung und Wischer an der Brille
Besonders deutlich zeigte sich der Ideenreichtum in der Kategorie Innovation und Kreativität. Dort waren gleich zwei JFZ-Projekte erfolgreich. Platz 1 holte sich Jessica Kreider aus Neckarsulm. Die Schülerin hat mit »JAi« einen KI-Ring entworfen. Über eine integrierte Sprachsteuerung verbindet er sich mit dem Smartphone und macht digitale Funktionen so schnell und unkompliziert zugänglich.
Auf Platz 3 folgte die Erfindung von Oskar Witschaß. Sie sorgt dafür, dass Brillenträger auch bei Regen den vollen Durchblick behalten. Möglich machen das Scheibenwischer, die mit einer Klammer an der Brille befestigt und von einem kleinen Servomotor angetrieben werden.
Pinselreiniger und Blindenstock mit Vibrationssensor
Zwei weitere Projekte aus dem JFZ erreichten ebenfalls einen dritten Platz. In der Kategorie Nachhaltigkeit überzeugte ein innovativer Pinselreiniger. In der Kategorie Technische Realisierung war es ein Blindenstock mit Vibrationssensor.
Damit reicht das Spektrum der ausgezeichneten Ideen vom Alltagsgegenstand über die Werkstatt bis zur Hilfe im Alltag von Menschen mit Sehbehinderung. Gemeinsam ist ihnen der Ausgangspunkt: eine Beobachtung, die Jugendliche zum Tüfteln gebracht hat.