Hinter den Kulissen der Wissenschaft: Wenn die experimenta eine Verschnaufpause einlegt

Von Redaktion, Foto: experimenta

Fünf Tage lang schließt Deutschlands größtes Science Center seine Pforten für die jährliche Frischzellenkur. Während die Besucher draußen bleiben, klettern Reinigungskräfte an Glasfassaden, Techniker schrauben an Exponaten und die experimenta bereitet sich auf die nächste Runde Wissenschaftsbegeisterung vor. Ein Blick hinter die Kulissen einer ungewöhnlichen Auszeit.

n der ersten Woche nach den baden-württembergischen Sommerferien werden im Heilbronner Science Center die Stühle hochgestellt. Während anderswo die Schulkinder wieder über ihre Hefte gebeugt sitzen, bleibt die experimenta vom 15. bis 19. September für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Der Grund ist wenig spektakulär und doch unverzichtbar: Wartung, Reparatur, Reinigung – jene Arbeiten, die bei laufendem Betrieb kaum möglich sind.

Es ist eine Art TÜV für das Wissenschaftshaus an der Neckarmeile. Wenn täglich hunderte Hände die interaktiven Exponate betätigen, kleine und große Forscherinnen und Forscher auf Knöpfe drücken, Hebel ziehen und durch die weitläufigen Räume streifen, hinterlässt das Spuren. „Viele der Tätigkeiten sind während des Besuchsbetriebs nicht möglich“, heißt es in der Mitteilung des Science Centers.

Besonders eindrucksvoll wird es an den Glasfronten der Studios: Hier arbeiten Fassadenkletterer in bis zu 30 Metern Höhe, um die großflächigen Verglasungen zu reinigen. Während im Alltag tausende Augen durch diese Scheiben nach Heilbronn und in die Welt blicken, haben nun für kurze Zeit nur die Putztücher und ihre beherzten Träger den Panoramablick für sich.

Es ist jene unsichtbare Arbeit, die den Zauber der Wissenschaftsvermittlung erst möglich macht. Denn was wäre ein Ort des Staunens und Entdeckens, wenn die Exponate nicht funktionieren oder der Staub sich auf den Oberflächen sammelt? Die jährliche Schließwoche ist die Kehrseite des Wissenschaftsspektakels – notwendig, aber eben wenig glamourös.

Ab dem 20. September öffnet die experimenta dann wieder ihre Türen. Das Timing ist gut gewählt: Die Schulen haben ihren Rhythmus gefunden, der Alltag nach den Ferien ist eingekehrt, und vielleicht brauchen gerade dann viele eine Dosis Inspiration und Abwechslung.

Apropos Inspiration: Wer in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten den Geldbeutel schonen und trotzdem nicht auf Wissenschaftserlebnisse verzichten möchte, sollte sich den Freitag im Kalender markieren. An diesem Tag bietet die experimenta aktuell ein besonderes Angebot: Tickets für die Ausstellung und den Science Dome kosten nur die Hälfte des regulären Preises. Diese Rabattaktion gilt für alle Besuchergruppen, ob Erwachsene, Ermäßigte oder Gruppen.

„Mit der Aktion möchte die experimenta auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten allen den Besuch der innovativen Freizeit- und Bildungseinrichtung ermöglichen und so zu unvergesslichen Erlebnissen beitragen“, erklärt das Science Center. Ein Angebot, das den Heilbronner Bildungscampus noch zugänglicher macht – ganz im Sinne des Grundgedankens, Wissenschaft für alle erlebbar zu machen.

Nach der kurzen Auszeit steht die experimenta dann wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten bereit: montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Frisch geputzt, technisch gewartet und bereit für neue neugierige Besucher jeden Alters, die das Science Center mit Leben füllen.

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