Von Redaktion, Fotos: HHN
Sechs Studierende der Hochschule Heilbronn (HHN) haben vom 16. bis 18. Juni 2026 mit ihrem Feldroboter FloriBot am internationalen Field Robot Event teilgenommen. Schauplatz waren die DLG-Feldtage in Bernburg. Das Team hatte zuvor die gesamte Softwarearchitektur des Roboters in nur sechs Monaten neu entwickelt. Am Ende stand eine solide Platzierung im Mittelfeld.
Sechs Monate sind im Hochschulbetrieb keine besonders lange Zeit. Trotzdem hat ein studentisches Team der Hochschule Heilbronn in dieser Spanne die komplette Software für einen Feldroboter neu entwickelt. Mit dem Ergebnis trat das Team vom 16. bis 18. Juni 2026 beim internationalen Field Robot Event an. Der Wettbewerb fand im Rahmen der DLG-Feldtage im sachsen-anhaltinischen Bernburg statt.

Sechs Studierende, drei Studiengänge
Das Team bestand aus sechs Studierenden aus drei Studiengängen der HHN. Mit dabei waren David Santiago Alzate Leon, Marvin Hack, Fabio Schaaf, Norika Schneider, Aaron Stark und Timo Zimmermann. Sie studieren Automotive Systems Engineering, Electrical Systems Engineering oder Mechatronik und Robotik. Direkt mit Agrartechnik haben diese Studiengänge zwar nichts zu tun. Doch die HHN nimmt seit 2012 bewusst an diesem Wettbewerb teil.
Warum Mechatronik-Studierende auf Felder gehen
Hinter der Teilnahme steckt ein konkretes Ziel der Hochschule. Sie will den Nachhaltigkeitsgedanken aktiv leben und das technische Know-how ihrer Studierenden für gesellschaftlich relevante Felder einsetzen. Denn die Digitalisierung und Automatisierung der Landwirtschaft bietet aus Sicht der HHN große Potenziale für den Umwelt- und Ressourcenschutz. Dort lassen sich die Kompetenzen der HHN-Studierenden erproben.

Beim Wettbewerb auf dem Feld
Beim Field Robot Event treten Studierende mit selbst konstruierten Robotern gegeneinander an. Die Maschinen müssen autonom verschiedene Aufgaben in realistischen Agrar-Szenarien lösen. Dazu gehören etwa die Navigation zwischen Pflanzenreihen oder die Erkennung von Objekten. Auch weitere technische Disziplinen aus der Feldrobotik stehen auf dem Programm. Im international hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld erarbeitete sich das HHN-Team eine solide Platzierung im Mittelfeld.
Projektleitung lobt das Team
Projektleiter Benedict Bauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Otto Rettenmaier-Forschungslabor, hebt die Leistung der Gruppe hervor. »Der enorme Elan und Wissensdurst der Projektgruppe haben mich sehr beeindruckt«, sagt er. Bauer betont zudem, dass das Team neben der Software auch den FloriBot 4.0 erfolgreich mit weiteren Sensoren ausgestattet hat. Geleitet wird das Projekt FloriBot an der HHN gemeinsam von Professor Torsten Heverhagen und Benedict Bauer.

Tüfteln, lernen, international vernetzen
Das Field Robot Event bringt Studierende, Hochschulen und innovative Technologien zusammen. Die Teilnehmenden zeigen ihr technisches Know-how unter realen Bedingungen. Zugleich kommen Spaß und internationaler Austausch nicht zu kurz. Für die HHN ist die Teilnahme deshalb auch eine Form akademischer Vernetzung.