Helmholtz-Gemeinschaft in Heilbronn: Grundsatzvereinbarung mit der Dieter Schwarz Stiftung

Von Redaktion, Foto: Eric Aleda / Campus Founders

Labore, in denen eine KI Experimente nicht nur auswertet, sondern selbst plant: An solchen Self-Driving Labs wollen die Helmholtz-Gemeinschaft und die Dieter Schwarz Stiftung künftig gemeinsam in Heilbronn arbeiten. Beide Seiten haben dazu eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Die Zusammenarbeit soll am Bildungscampus und im Umfeld des IPAI verankert werden.

Ein Labor, das seine Versuche selbst plant, durchführt, auswertet und daraufhin verbessert: Was nach einem Zukunftsentwurf klingt, trägt einen Namen. Self-Driving Labs heißen solche autonomen Forschungslabore. Genau dieses Feld gehört zu den Schwerpunkten einer neuen Partnerschaft in Heilbronn.

Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und die Dieter Schwarz Stiftung haben dazu eine gemeinsame Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Im Fokus stehen Zukunftsfelder wie künstliche Intelligenz, autonome Produktentwicklung und dezentrale Self-Driving Labs. Verankert werden soll die Zusammenarbeit am Bildungscampus und im Ökosystem des Innovation Park Artificial Intelligence, kurz IPAI.

Was die Beteiligten sich von der Partnerschaft versprechen

Für die Stiftung ordnet Prof. Reinhold R. Geilsdörfer die Vereinbarung ein. »Mit dieser Partnerschaft öffnen wir physische wie digitale Gestaltungsräume, um internationale Exzellenz und praktische Anwendung direkt zu verzahnen und ebnen so gezielt den Weg für künftige Innovationen«, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung.

Auch die Forschungsseite äußert sich. Große Innovationen entstünden dort, wo starke Partner ihre Kräfte bündelten, wird Prof. Dr. Martin Keller, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, zitiert. Er freue sich auf die Zusammenarbeit in Heilbronn. Gemeinsam wolle man die Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen. Die Stiftung dankte Keller sowie den beteiligten Vertretern der Helmholtz-Zentren für den Austausch am Bildungscampus.

Ein weiterer Baustein im Heilbronner Forschungsumfeld

Die Helmholtz-Gemeinschaft zählt zu den großen Forschungsorganisationen in Deutschland. Nach eigenen Angaben bündelt sie 18 Forschungszentren. Ihre Spitzenforschung ist strategisch und programmatisch ausgerichtet, in den Bereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Information, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr sowie Materie. Damit will sie zur Lösung großer gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Fragen beitragen.

Für Heilbronn ist es ein weiterer Baustein. Die Dieter Schwarz Stiftung investiert seit Jahren in Forschung und Lehre auf dem Bildungscampus und am IPAI. Die Max-Planck-Gesellschaft baut ihre Präsenz in der Stadt bereits auf. Welche konkreten Schritte auf die Absichtserklärung mit Helmholtz folgen, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

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