Heilbronner Start-up will Eventbranche erobern

Die Energiepauschale für Studierende wurde immer noch nicht ausgezahlt. Warum eigentlich? Der Studierendenpräsident der Hochschule Heilbronn klärt auf und erzählt, warum ihn die Verzögerung frustriert. Außerdem: In einer Umfrage auf dem Campus berichten Heilbronner Studierende, was sie derzeit umtreibt.

Von Jürgen Paul Foto: Univents

Das Start-up Univents will eine Online-Plattform für die Event- und Veranstaltungsbranche am Markt platzieren. Angefangen haben die vier Gründer 2019 mit einem Ticketingsystem, nun wollen sie auf ihrer Plattform alle relevanten Prozesse bei der Planung und Durchführung einer Veranstaltung anbieten.

Dazu bekommt Univents nicht nur Unterstützung von den Campus Founders Heilbronn, sondern auch vom Land Baden-Württemberg. Im Dezember 2022 gab es über die Start-up-Förderung BW-Preseed die Zusage über 200.000 Euro Fördergeld.

Die ersten Erfahrungen sind positiv

Damit lasse sich einiges bewegen, sagt Andreas Köckeis, der Univents gemeinsam mit Christopher Stewen, Johannes Groß und Markus Link gegründet hat. Angefangen haben die vier mit einem Ticketingsystem, das etwa bei der Heilbronner Start-up-Konferenz Slush’D im vergangenen Jahr zum Einsatz kam. Auch für verschiedene Uni-Veranstaltungen und Messen wurden die Eintrittskarten über die Univents-Plattform verkauft.

Doch das reicht den Gründern längst nicht mehr. “Wir wollen auf unserer Plattform den gesamten Managementprozess einer Veranstaltung abbilden”, sagt Köckeis. Dazu gehören natürlich auch die Details der Finanzplanung. “Wir binden auch internationales Steuerrecht mit ein”, berichtet der Geschäftsführer.

Ziel sei es, neben den Event-Organisatoren auch Besucher, Dienstleister wie Caterer und Künstler auf der Plattform zu vereinen. Die entsprechenden Prozesse will das Start-up immer weiter automatisieren, um das Geschäftsmodell in der Breite skalierbar zu machen.

Kontakte zu Clubs und Festival-Veranstaltern

Derzeit steht Univents mit einigen Clubs wie dem Mobilat in Heilbronn in Kontakt. “Wir sind auf Clubs und Veranstalter in ganz Deutschland ausgerichtet, wollen aber erst einmal in der Region starten”, erläutert Köckeis die Strategie. Kontakte gebe es auch zu den Gründern des Metal-Festivals Wacken.

Aktuell betreut das Start-up, das bei den Campus Founders angesiedelt ist, rund zehn Kunden. Doch Köckeis und seine Mitstreiter haben sich hohe Ziele gesetzt. “Bis September 2023 wollen wir profitabel sein”, sagt der Gründer.

Univents plant in diesem Jahr einen Umsatz von rund 800.000 Euro, am Ende das Jahres will das Unternehmen 80 bis 100 Kunden betreuen.” Köckeis weiß, dass das ambitioniert ist. Aber die bisherige Entwicklung des Start-ups und die breite Unterstützung von verschiedenen Seiten machen ihn zuversichtlich, dass Univents seine Ziele erreicht.

Mit freundlicher Genehmigung der Stimme Mediengruppe & der Heilronner Stimme