Heilbronner Hochschulmensen ernten Anerkennung für ihre vegane Offerte

Von der Tierrechtsorganisation Peta erhalten die Mensen auf dem Bildungscampus Heilbronn ein positives Ranking. Doch es ist nicht nur die Anerkennung, die zählt – das Essensangebot erlebt eine grüne Revolution.

Von Redaktion, Foto: Midjourney / Robert Mucha

Die Tierrechtsbewegung Peta mag umstritten sein und polarisieren, vor allem in landwirtschaftlichen Kreisen. Doch in der Hochschulgastronomie gibt ihr Gütesiegel für vegan-freundliche Menüs ein aussagekräftiges Zeugnis ab. Das Studierendenwerk Heidelberg, das auch die Studentenmensen in Heilbronn verwaltet, kann jetzt das erste Mal einen Peta-Award in der Stadt an seine Wand hängen.

Bereits seit einigen Jahren beteiligt sich das Studierendenwerk Heidelberg mit seiner Heidelberger Mensa an den Peta-Bewertungen. Nun hat auch die Mensa auf dem Bildungscampus in Heilbronn ihren ersten Anerkennungsstern erhalten – drei von fünf, um genau zu sein. Der Award ist bereits ausgestellt, und ein Teamfoto der Mensa-Crew soll in Kürze folgen.

„Es ist mehr als nur ein Marketing-Coup“, sagt Fabio Di Mineo, der den Bereich Hochschulgastronomie beim Studierendenwerk Heidelberg leitet. “Es ist eine Anerkennung für unsere Arbeit.”

Die Verantwortlichen können zwar keine exakten Zahlen für den veganen Anteil des Speiseplans in Heilbronn nennen. Aber Di Mineo betont, dass der Anteil an veganen und vegetarischen Angeboten dort höher ist als im Durchschnitt der anderen Standorte des Studierendenwerks. Timo Walther, Referent der Geschäftsführerin, fügt hinzu, dass etwa 80 Prozent des Angebots aus pflanzenbasierten Optionen bestehen und die Nachfrage stetig wachse.

Die Mensa in Heilbronn erweist sich als fortschrittlich, sogar im Vergleich zu anderen Einrichtungen des Studierendenwerks Heidelberg. „Es geht hier um mehr als nur ein veganes Tagesgericht“, sagt Timo Walther. Ein besonderer Fokus liegt auf Regionalität: Sogar Schilder weisen darauf hin, welche Produkte aus der Region Baden-Württemberg kommen.

Di Mineo erzählt, dass man auch an der Reduzierung des Abfalls arbeitet. Anstatt geschnittenen und verpackten Salat zu bestellen, kommt das Gemüse jetzt in seiner natürlichen Form an. “Es bedeutet mehr Arbeit für uns, aber das Endergebnis ist ein besseres Produkt und weniger Müll”, erklärt er.

Die Reduzierung tierischer Produkte steht ebenfalls auf der Agenda. Timo Walther merkt an, dass der Verbrauch von Fleisch, Eiern und Milchprodukten um etwa 75 Prozent zurückgegangen ist. Das Studierendenwerk setzt zudem auf eine erhöhte Regionalität bei der Beschaffung der Zutaten, auch um den CO2-Fußabdruck zu minimieren.