Förderung bis 2037: Die DHBW plant langfristig

Von Redaktion, Foto: DHBW

Dieter Schwarz Stiftung sichert der Dualen Hochschule und dem Center for Advanced Studies eine Zukunft, die weit über Wahlperioden hinausreicht

Zwölf Jahre sind eine lange Zeit. In der Hochschullandschaft, wo oft von Semester zu Semester geplant wird, ist das fast eine Ewigkeit. Die DHBW und die Dieter Schwarz Stiftung haben jetzt eine Fördervereinbarung bis 2037 unterzeichnet – pünktlich zum Semesterstart, wie die DHBW mitteilte.

Die Zahlen klingen abstrakt, aber dahinter steckt Konkretes: neue Studienangebote in Künstlicher Intelligenz und Data Science, Ausbau der angewandten Forschung, neue Masterstudiengänge und Zertifikatsprogramme am Center for Advanced Studies. Alles Bereiche, in denen der Fachkräftemangel schon heute spürbar ist.

„Diese Fördervereinbarung ist ein großartiges Signal für die Zukunft unserer Hochschule“, wird DHBW-Präsidentin Martina Klärle in der Mitteilung zitiert. Sie danke der Stiftung „von Herzen für dieses außergewöhnliche Engagement“. Die Förderung sei „Rückenwind für unsere Studierenden und das Land“ und mache die DHBW „zu einem noch stärkeren Motor für Baden-Württemberg.“

Reinhold Geilsdörfer, vorsitzender Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, ordnet die Bedeutung der DHBW ein: „Die DHBW ist seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Partner für die Wirtschaft des Landes. Mit ihrem dualen Studienkonzept qualifiziert sie Fachkräfte und Führungspersönlichkeiten von morgen und trägt entscheidend dazu bei, die Zukunft unserer Region zu gestalten.“

Heilbronn als Impulsgeber

Die Vereinbarung zielt darauf ab, „Heilbronn als starken Bildungs- und Wirtschaftsstandort weiter zu profilieren“, heißt es in der DHBW-Mitteilung. Die Studienakademie Heilbronn und das Center for Advanced Studies sollen „nachhaltig gestärkt“ und „als zentrale Motoren für Bildung, Forschung und Innovation“ ausgebaut werden.

Am Center for Advanced Studies entstehen neue Masterstudiengänge und Zertifikatsprogramme, die „berufsbegleitendes und lebenslanges Lernen ermöglichen“ – ein Ansatz, der zur demografischen Entwicklung passt, in der Weiterbildung immer wichtiger wird.

Die DHBW spricht von „Impulsen für Heilbronn – und für Baden-Württemberg“. Heilbronn werde „zum Impulsgeber für die digitale Transformation und angewandte Forschung“. Gleichzeitig profitiere das ganze Land: Die DHBW stärke ihre Rolle als „Motor für Innovation, Fachkräftequalifizierung und Wettbewerbsfähigkeit“.

Kontinuität in bewegten Zeiten

Was bedeutet eine Förderung bis 2037? In einer Zeit, in der Legislaturperioden vier oder fünf Jahre dauern, in der Hochschulpolitik oft kurzfristig agiert, ist das ein ungewöhnlich langer Zeithorizont. Es ist ein Versprechen von Kontinuität – für Studierende, die wissen, dass ihre Hochschule langfristig planen kann. Für Unternehmen, die auf qualifizierte Absolventen angewiesen sind. Für eine Region, die sich als Wissenschaftsstandort etabliert.

Die Fördervereinbarung fügt sich in das größere Bild ein: Heilbronn mit seinem Bildungscampus, dem IPAI, der TUM-Präsenz, den Campus Founders. Die DHBW mit ihrem dualen Modell, das Theorie und Praxis von Anfang an verzahnt. Und die Dieter Schwarz Stiftung, die diese Entwicklung seit Jahren vorantreibt.

„Der Semesterstart 2025 markiert damit nicht nur den Beginn einer neuen Studienkohorte, sondern auch den Auftakt in eine neue Phase der Zusammenarbeit“, schließt die DHBW-Mitteilung. Eine Zusammenarbeit, die bis 2037 reicht – und vermutlich darüber hinaus wirken wird.

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