Ferienworkshop Elektromobilität an der HHN: Jugendliche bauen ihr eigenes Elektrofahrzeug

Von Redaktion, Foto: HHN

Beim Ferienworkshop »eMobility for Kids« an der Hochschule Heilbronn bauten Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren ein elektrisch betriebenes Fahrzeug. Der zweitägige Ferienworkshop Elektromobilität an der HHN entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein Faszination Technik e. V. Nach dem Aufbau folgte eine Testfahrt auf dem TechCampus. Studentische Betreuerinnen und Betreuer begleiteten die Teams.

Zwischen Mensa und Klimawald steht eine Teststrecke aus Pylonen. Dazwischen fahren Fahrzeuge, die es am Vortag noch nicht gab. Gebaut haben sie Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren.

Der Ferienworkshop »eMobility for Kids« lief zwei Tage lang an der Hochschule Heilbronn (HHN). Angeboten hat ihn die Hochschule gemeinsam mit dem Verein Faszination Technik e. V. Im Mittelpunkt stand der Bau eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs.

Ferienworkshop Elektromobilität an der HHN: zwei Tage, ein Bausatz

Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit einem Bausatz. Daraus entstand Schritt für Schritt ein fahrbereites Elektrofahrzeug. Studentische Betreuerinnen und Betreuer begleiteten die Teams während der gesamten Zeit.

Sie unterstützten den Aufbau und beantworteten Fragen. Damit blieb der Workshop nah an der Praxis. Zugleich hatten die Jugendlichen jederzeit jemanden an der Seite.

»Der Workshop soll Neugier für das Thema Elektromobilität wecken: Erst bauen, dann verstehen und am Ende begeistert ausprobieren«, sagte Mert Aydogmus von der HHN. Er hat das Projekt mit organisiert.

Erst bauen, dann verstehen

Beim Zusammenbau blieb es nicht. Kurze Theorieeinheiten erklärten die technischen Grundlagen altersgerecht. Dabei standen die Erläuterungen direkt am Fahrzeug.

So lernten die Teilnehmenden, wie ein Elektroauto funktioniert. Außerdem ging es darum, welche Bauteile dafür nötig sind. Schließlich zeigte der Workshop, wie aus Batterie, Elektromotor und Antrieb ein fahrbereites Fahrzeug entsteht.

Diese Reihenfolge ist bewusst gewählt. Denn wer ein Bauteil zuerst in der Hand hatte, versteht seine Funktion anders. Genau darauf zielt das Format.

Die Theorie blieb dabei kurz gehalten. Stattdessen erklärten die Betreuenden die Zusammenhänge anschaulich am konkreten Fahrzeug. So bekam jeder Begriff sofort ein Gegenstück aus Metall und Kabel.

Parcours zwischen Mensa und Klimawald

Nach dem Zusammenbau folgte die Probefahrt auf dem TechCampus der HHN. Zwischen Mensa und Klimawald entstand eine Teststrecke mit Pylonen und weiteren Hindernissen. Dort traten die Teams bei Fahr- und Parcours-Rennen gegen die Uhr an.

Dabei zeigte sich, wie die technischen Bauteile zusammenarbeiten. Ebenso lernten die Teams, wie sich ihr Fahrzeug in der Praxis verhält. Ein Bausatz auf dem Tisch verrät das nicht.

Der TechCampus liefert für solche Formate den passenden Rahmen. Denn er ist der ingenieurwissenschaftliche Standort der HHN. Kurze Wege zwischen Werkstatt, Mensa und Freifläche gehören dort zum Alltag.

Ein Blick auf Studien- und Karrierewege

Der Workshop richtet den Blick auch nach vorn. »Wir wollen den Kindern früh zeigen, dass es spannende Studien- und Karrierewege im Bereich Technik und Elektromobilität gibt«, sagte Barbara Wild vom Verein Faszination Technik e. V.

Die HHN führt das Format gemeinsam mit dem Verein durch. Beide Seiten verfolgen damit ein Ziel, das über die zwei Tage hinausreicht. Denn Nachwuchs für technische Berufe entsteht selten kurzfristig.

Für die Jugendlichen bleibt am Ende mehr als die Erinnerung an zwei Tage auf dem Campus. Sie haben Hochschule als Ort erlebt, an dem etwas entsteht. Und sie sind damit gefahren.

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