Von Redaktion, Foto:experimenta
Während das KI-Festival im Zukunftspark die Massen anzieht, verwandelt sich ein ungewöhnlicher Ort am Rande des Geschehens in ein schwimmendes Labor der digitalen Zukunft. An Bord der MS experimenta dreht sich am 19. und 20. Juli alles um die brennende Frage: Macht uns künstliche Intelligenz klüger – oder übernimmt sie das Denken für uns?
Das KI-Festival im Zukunftspark Wohlgelegen verspricht ein Wochenende voller digitaler Innovationen – und mittendrin ein besonderer Akteur: die MS experimenta. Das Schiff von Deutschlands größtem Science Center öffnet seine Türen für alle Interessierten und bietet ein Programm, das die oft abstrakte Technologie der künstlichen Intelligenz konkret erfahrbar macht.
Die MS experimenta liegt während des Festivals am Ufersteg des BUGA-Geländes vor Anker, etwa 300 Meter vom Hauptgeschehen entfernt. Hier, auf dem Wasser, abseits vom Festivaltrubel, können Besucher tiefer in die Materie eintauchen. Und das Beste: Der Eintritt ist frei – eine Gelegenheit, die man in Zeiten steigender Preise kaum ausschlagen kann.
Das Programm an Bord verfolgt einen klaren Ansatz: „KI zum Anfassen“ lautet das Motto. In Workshops können Besucher selbst kreative Bilder mit Hilfe von KI-Systemen erschaffen und dabei Schritt für Schritt lernen, wie sie ihre Ideen verwirklichen können. Der Einstieg ist jederzeit möglich – ein niedrigschwelliges Angebot für alle, die erste Erfahrungen mit der Technologie sammeln wollen.
Für die jüngsten Besucher gibt es einen eigenen Workshop: „Auf den Spuren von Kian und Kira“ führt Kinder spielerisch in die Welt der Algorithmen ein. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – nur Neugier und Entdeckergeist.
Doch das Programm beschränkt sich nicht auf praktische Übungen. In zwei Vorträgen wird eine Frage diskutiert, die viele Menschen umtreibt: Wie verändert KI das Lernen? Der provokante Titel „Verlernen wir durch KI das Lernen?“ setzt am Samstag ab 16.20 Uhr einen Kontrapunkt zum technologischen Optimismus. Es geht um Schlüsselkompetenzen, die im Umgang mit der Technologie wichtig bleiben – trotz oder gerade wegen der allgegenwärtigen digitalen Helfer.
Im interaktiven Vortrag „Wie KI zum Lernhelfer wird“ mit anschließendem Workshop steht dann die Praxis im Mittelpunkt: Wie können Eltern und Kinder gemeinsam KI-Kompetenzen entwickeln und die Technologie sinnvoll beim Lernen einsetzen? Eine Frage, die in Zeiten von ChatGPT und Co. immer drängender wird.
Dass KI längst nicht mehr nur Sache der Großen ist, zeigen junge Forschungstalente an Bord. Sie präsentieren ihre „Jugend forscht“-Projekte, bei denen künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt – von der Wettervorhersage bis zum intelligenten Überblick über Weltnachrichten. Ergänzt wird das Programm durch Einblicke des Maker Space-Teams, das zeigt, welche beeindruckenden KI-Projekte in einer offenen Werkstatt entstehen können.
Die MS experimenta öffnet am Samstag, 19. Juli, von 12 bis 20 Uhr ihre Türen, am Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Es ist ein Angebot, das die Faszination für Technologie mit kritischer Reflexion verbindet – und das auf einem Schiff, das selbst zum Symbol für den Wandel Heilbronns geworden ist: Von der Industriestadt zum Standort für Bildung, Innovation und digitale Zukunftstechnologien.