Von Redaktion, Foto: HHN
Der Digital Hub Heilbronn-Franken erhält bis März 2028 rund 500.000 Euro vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus. Die Hochschule Heilbronn trägt den Hub gemeinsam mit der hfcon GmbH & Co. KG und der Futurelabs gGmbH. Im Zentrum stehen Angebote für kleine und mittlere Unternehmen. Neu dazu kommt der Transfer im Bereich Quantencomputing.
Neue Förderprogramme bekommen Aufmerksamkeit. Verlängerungen bekommen sie selten. Dabei sagt eine dritte Runde oft mehr über die Substanz eines Projekts aus als ein Start.
Der Digital Hub Heilbronn-Franken geht genau in diese dritte Runde. Bis März 2028 erhält er rund 500.000 Euro. Das Geld stammt aus der Digital-Hub-Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus.

Digital Hub Heilbronn-Franken: Förderung bis März 2028
Die Hochschule Heilbronn (HHN) ist Teil des Hubs. Als Konsortialpartner wirken die hfcon GmbH & Co. KG und die Futurelabs gGmbH mit. Gemeinsam entwickeln die drei Partner Angebote für kleine und mittlere Unternehmen.
Die Förderung kommt vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Laut der Mitteilung der HHN sollen die Angebote Unternehmen bei der Einführung digitaler Technologien unterstützen. Zudem geht es um die Optimierung von Geschäftsprozessen und die Wettbewerbsfähigkeit.
Was kleine und mittlere Unternehmen davon haben
Regionale Digital Hubs verfolgen ein klares Ziel. Sie sollen kleinen und mittleren Unternehmen Unterstützung bei digitalen Innovationen bieten. Außerdem qualifizieren sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Anforderungen der digitalen Transformation.
Der Hub arbeitet dabei nicht nur in Heilbronn. Anlaufstellen bestehen ebenso in Künzelsau und in Lauda-Königshofen. Damit leiste er einen Beitrag zur Digitalisierung in der Fläche, erklärte Hoffmeister-Kraut.
Das Angebot vor Ort mache das Potenzial der Digitalisierung für die Unternehmen greifbar, so die Ministerin weiter. Ebenso fördere es konkrete Innovations- und Digitalisierungsprojekte. »Dies ist ein wichtiger Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Unternehmen in der Region«, sagte sie laut der Mitteilung.
Quantencomputing als neues Transferthema
Die HHN bringt in die dritte Runde mehrere Schwerpunkte ein. Sie unterstützt den Aufbau eines nachhaltigen Ökosystems. Zudem bündelt sie bestehende Angebote gemeinsam mit den Partnern in der Region.
Dazu kommt ein stärkerer Wissenschafts- und Technologietransfer im Bereich Quantencomputing. Auch fundierte Qualifizierungsmöglichkeiten stehen auf der Liste. Diese sollen konkrete Anwendungsbereiche abdecken.
Wenn Studierende auf Unternehmen treffen
Ein zweiter Strang betrifft die Menschen. Der Hub vermittelt regionale Unternehmen und Studierende der HHN. Beide Seiten profitieren laut der Hochschule vom Austausch über Kreativitätstechniken und neue Anwendungs-Tools.
Hinzu kommt ein generationsübergreifender Umgang miteinander. Genau darin sieht die HHN einen Teil des Nutzens. Denn Digitalisierung scheitert selten allein an der Technik.
»Der Digital Hub schafft Räume, in denen neue Ideen nicht nur entstehen, sondern auch unmittelbar in die Praxis umgesetzt werden können«, sagte Professor Raoul Zöllner, Prorektor für Forschung, Transfer und Innovation der HHN. Wenn Wirtschaft, Hochschulen und Gründungsszene gemeinsam an Lösungen und marktfähigen Produkten arbeiteten, stärke das den Innovationsstandort Heilbronn-Franken nachhaltig, ergänzte er.
Kontakt läuft über STARTKLAR
Mit der bewilligten dritten Förderrunde knüpft die HHN an die bisherige Arbeit des Hubs an. Interessierte Unternehmen aus der Region können sich an das STARTKLAR Gründungszentrum der HHN wenden. Dort läuft die erste Kontaktaufnahme zusammen.