Laura Ködel – Expertin für digitale Bildung und Technologietransfer am Fraunhofer IAO

Lernen Sie Laura Ködel kennen, die engagierte Expertin für digitale Bildung und Technologietransfer am Fraunhofer IAO in Heilbronn.

Von Robert Mucha, Foto: Fraunhofer IAO

Mit ihrer Arbeit an der Schnittstelle von Bildung und Technologie treibt Laura Ködel innovative Projekte voran, die die Zukunft der Bildung gestalten. Ihre Leidenschaft für digitale Transformation und ihr Engagement für den Wissenstransfer machen sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit in der Region.

Steckbrief:

Name: Laura Ködel             

Alter: 27

Akademischer Grad: Master of Science

Aktuelle berufliche Position: Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Branche oder Fachbereich: Forschung

Arbeitserfahrung (insgesamt und in der aktuellen Position): insgesamt 5 Jahre, aktuelle Position 4 Monate

Veröffentlichungen und Forschungsschwerpunkte: Künstliche Intelligenz

Auszeichnungen und Preise: 

Mitgliedschaft in wissenschaftlichen Vereinigungen oder Organisationen: Women in AI & Robotics

Familiärer Hintergrund (verheiratet, Kinder): ledig

Freizeitinteressen: Querflöte spielen, Musikverein, wandern, lesen, Computer

Lieblingsbuch: Alles von Sebastian Fitzek (aktueller Favorit: Passagier 23)

Lieblingsfilm oder -serie: American Sniper

Musikalischer Geschmack: Alternative Rock, Punk Rock

Lieblingsort oder -stadt: Alles in den Alpen und Dolomiten

Traumreiseziel: Kanada, Island, Neuseeland, …

Lieblingsgericht oder -restaurant: italienische Küche

Inspirierende Personen oder Vorbilder: Viele, z. B. Stephen Hawking, Steve Jobs, Michelle Obama, Alexander Gerst

Ein Zitat fürs Leben: The only limit is the one you set yourself

Fragebogen:

Bitte beschreibe dich kurz in eigenen Worten.

Ich bin vielseitig interessiert und lerne gerne dazu.  

Was ist dein akademischer/beruflicher Hintergrund?

Bachelor in Mechatronik an der DHBW zusammen mit einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen, bei dem ich im Anschluss 4,5 Jahre in der Neu-Entwicklung für Hochsprachen- und Maschinensoftware tätig war. Parallel zum Beruf Master-Studium in Software Engineering an der HHN. Nach Abschluss (seit Juni 2023) als Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Fraunhofer IAO KODIS in Heilbronn in den Bereichen Data Science / Softwareentwicklung / Künstliche Intelligenz für verschiedene Projekte tätig.

Was hat dich motiviert, dich für eine Karriere in der Wissenschaft/Forschung/Wirtschaft/Bildung zu entscheiden?

Abwechslungsreiche Projekte, relevante Forschung an zukunftsträchtigen Themen, persönliche und fachliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten

Wie hast du die Gleichstellung von Frauen in deinem Fachbereich erlebt?

Unterschiedlich, es kommt sehr auf das Gegenüber an. 

Wurden dir aufgrund deines Geschlechts Hindernisse oder Herausforderungen in deiner Karriere gestellt?

Ja – hauptsächlich durch (offensichtliche) Zweifel an meiner fachlichen Kompetenz. 

Was ist dein größter Karriere-Erfolg bisher?

Master-Abschluss 

Wie gehst du mit den gängigen Karriereklischees zwischen Männern und Frauen um?

Offen – man kann über alles reden und jeder Mensch ist anders, da bringt es meiner Meinung nach nichts, Annahmen aufgrund des Geschlechts zu treffen.

Welche Rolle spielt die Work-Life-Balance in deiner Karriere?

Eine große Rolle, mir ist es wichtig, meine Arbeitszeit flexibel gestalten zu können und mich auch mal nach privaten Ereignissen oder persönlichem Befinden richten zu können.

Welche Tipps hast du für junge Frauen, die eine Karriere in der Wissenschaft/Forschung/Wirtschaft/Bildung anstreben?

Glaubt an euch und euer Potenzial. Es ist sicher nicht immer einfach, aber auch durch Fehler lernt man dazu. 

Welche Hürden musstest du überwinden, um deine aktuelle Position zu erreichen?

Hauptsächlich Zweifel – viele von mir selbst, aber auch von außen zugetragen

Wie hast du dich gegen diskriminierende Verhaltensweisen und sexistische Bemerkungen gewehrt?

Ich habe mit vertrauten Personen, Kolleg*innen, Vorgesetzten, Betriebsrat etc. gesprochen und nach geeigneten Lösungen gesucht.

Was sind deine Zukunftspläne für deine Karriere?

Mich stetig weiterentwickeln und verbessern.

Was inspiriert dich, in deinem Fachbereich zu bleiben und weiterzumachen?

Dass es in diesem Bereich ständig neue Entwicklungen gibt, sowie die Aussicht, einen sinnvollen und relevanten Beitrag zu wichtigen Themen zu leisten

Wie schätzt du die Zukunft für Frauen in der Wissenschaft/Forschung/Wirtschaft/Bildung ein?

Sehr gut – warum auch nicht?

Wie wichtig ist es für dich, als Vorbild für junge Frauen zu fungieren?

Wichtig, wobei ich denke, dass auch Männer ein Vorbild für junge Frauen sein können.

Was ist dein Rat an Frauen, die mit dem Gedanken spielen, eine Karriere in der Wissenschaft/Wirtschaft zu beginnen?

Habt den Mut, es auszuprobieren.

Was würdest du gerne anderen Frauen mit auf den Weg geben, die sich in der gleichen Situation befinden wie du?

Umgebt euch mit positiven Menschen, die an euch glauben, euch unterstützen und von denen ihr etwas lernen könnt. 

Welche Fähigkeiten sind für dich besonders wichtig in deiner Karriere?

Neugierig, offen und aufgeschlossen gegenüber Neuem sein und auch außergewöhnlichen Ideen eine Chance geben.

Wie hast du dich weitergebildet und dich auf neue Herausforderungen vorbereitet?

Ich habe sehr viel von Kolleg*innen und allgemein Personen in meinem beruflichen und privaten Umfeld gelernt – es gibt (fast) immer jemanden, der schon einmal in einer ähnlichen Situation war oder der schon kann, was man gerne lernen möchte. 

Hast du in deiner Karriere eine Mentorin oder jemanden, der dich unterstützt hat?

Ja, viele (sowohl Männer als auch Frauen)

Wie hast du dich gegenüber Konkurrenten behauptet, insbesondere gegenüber männlichen Kollegen?

Ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben und mich nicht einschüchtern zu lassen. 

Gibt es ein Ereignis in deinem Leben, das deine Karriere oder deine Sichtweise auf deine Arbeit maßgeblich verändert hat?

Die Erkenntnis, dass Veränderungen nicht eintreten, wenn man darauf wartet. 

Was denkst du, ist das größte Missverständnis über Frauen in der Wissenschaft/Forschung/Wirtschaft/Bildung?

Dass Frauen aufgrund des Geschlechts in bestimmten Themengebieten schlechter sein sollen als Männer

Welches war das lustigste/seltsamste Vorurteil oder Klischee, dem du während deiner Karriere begegnet bist?

Es wird wohl öfter als selbstverständlich angesehen, dass sich „die Frau im Team“ um Soziales kümmert (Team-Events, Geschenke, …) und die Kommunikation / Koordination im Team übernimmt 

Wie fühlst du dich, wenn du als „weiblicher Wissenschaftler/Forscher/Wirtschaftsführer/Pädagoge“ bezeichnet wirst, anstatt einfach nur als „Wissenschaftler/Forscher/Wirtschaftsführer/Pädagoge“?

Ich frage mich, warum das extra betont werden muss

Was möchtest du jungen Frauen sagen, die sich Sorgen machen, dass eine Karriere in der Wissenschaft/Forschung/Wirtschaft/Bildung ihr persönliches Leben beeinträchtigen könnte?

Warum sollte die Karriere eine Beeinträchtigung sein? Alles ist möglich. 

Was ist eine Fähigkeit oder Eigenschaft, die du erst spät in deiner Karriere erkannt hast und die du für wichtig hältst?

Sich selbst etwas zuzutrauen und selbstständig die Initiative zu ergreifen.