Wachsender Wohnraum für wachsende Stadt: Heilbronn schafft Platz für tausende neue Einwohner

Von Redaktion, Foto: Stadt Heilbronn

Heilbronns Bevölkerung wird bis 2040 um rund 9000 Menschen wachsen – nicht zuletzt durch die dynamische Entwicklung auf dem Bildungscampus und im KI-Innovationspark IPAI. Mit mehreren großen Baugebieten, darunter der Neckarbogen und die Friedrich-Ebert-Trasse, stellt die Stadt die Weichen für ausreichend Wohnraum. Die Bedarfe für den erwarteten Zuzug sind für die nächsten fünf bis zehn Jahre gesichert.

Die Frage nach ausreichendem Wohnraum beschäftigt viele Heilbronner Bürgerinnen und Bürger – zuletzt beim Infoabend zu Heilbronner Zukunftsthemen Anfang Juli in der Harmonie. „Wir freuen uns über die dynamische Entwicklung in unserer Stadt und tun alles Notwendige, um angemessene Wohnbauflächen zur Verfügung zu stellen“, betont Oberbürgermeister Harry Mergel laut Pressemitteilung der Stadt.

Christoph Rundel, Abteilungsleiter Stadtplanung, und sein 20-köpfiges Team haben die Entwicklung im Blick. Im Sachgebiet Flächennutzungsplan und strategische Planung sind die Stadt- und Raumplaner Valon Begolli und Azra Sudic für diese Aufgaben zuständig, weitere Kräfte sollen folgen. „Das Schaffen und Bereitstellen von neuem Wohnraum ist ein wesentlicher Baustein dafür, dass die dynamische Entwicklung in Heilbronn erhalten bleibt“, erklärt Rundel.

Thomas Hille, Verfasser der Monitore zum Bauen und Wohnen bei der Stabsstelle Strategie und Stadtentwicklung, sieht Heilbronn bei der Entwicklung von Wohnbauflächen gut aufgestellt. Für die nächsten fünf bis zehn Jahre „sind die anstehenden Bedarfe bei Wohnbauflächen für den erwarteten Zuzug gesichert“, wird Hille in der Mitteilung zitiert.

In die Bevölkerungsvorausrechnung flossen auch die Entwicklung der bekannten und geplanten Baugebiete sowie die dynamischen Entwicklungen wie auf dem Bildungscampus und beim KI-Innovationspark IPAI mit ein. Neben den größeren Bauarealen mit einem Potenzial für etwa 6000 Menschen kommen kleinere Flächen hinzu, die erschließbar sind. Ende 2024 waren dies laut Plan rund 560 weitere Wohneinheiten für etwa 1230 Menschen.

Die Liste von Baugebieten, in denen bis 2030 neuer Wohnraum geschaffen wird, ist umfangreich. Im Neckarbogen entstehen weiter neue Wohnungen, aktuell in drei Baufeldern. In den Klingenäckern in Sontheim und im Areal Mühlberg-Finkenberg in Biberach geht es ebenfalls auf Bauflächen voran. Als Plangebiet neu entwickelt wird zum Beispiel die Friedrich-Ebert-Trasse in der Nähe des Botanischen Obstgartens.

Die langfristige Strategie über 2030 hinaus sieht als einen Schwerpunkt die Entwicklung von Wohnraum im Böckinger Längelter-Areal vor. Platz für rund 2000 Bürgerinnen und Bürger kann dort entstehen. In Neckargartach, Frankenbach, Klingenberg, Innenstadt (Schaeuffelenstraße), im Kreuzgrund, in Horkheim und Kirchhausen gibt es zudem Potenzialflächen für weitere 1500 Menschen.

Die Entwicklung wird regelmäßig überprüft. Jedes Frühjahr startet Thomas Hille zu einer Rundfahrt, um die Ist-Situation in den Wohnbaugebieten mit den Planungen abzugleichen. „Wir schauen uns alle Baugebiete an“, wird er zitiert – um zeitnah reagieren zu können, wenn sich etwas schneller oder langsamer entwickelt als angenommen.

Zu den größeren Wohnbauarealen in Heilbronn zählen unter anderem der Neckarbogen in der Kernstadt mit 25 Hektar und etwa 1500 Wohneinheiten für rund 3500 Menschen, die Friedrich-Ebert-Trasse in Heilbronn-Nord mit 4,6 Hektar und etwa 300 Wohneinheiten für rund 660 Menschen sowie das Längelter-Areal in Böckingen (nach 2030) mit 17,8 Hektar und etwa 950 Wohneinheiten für rund 2000 Menschen.

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