Von Redaktion, Fotos: experimenta
Beim 13. Solarmobilbauwettbewerb der experimenta gingen 71 Teams an den Start. Die Schülerinnen und Schüler hatten ihre Fahrzeuge monatelang gebaut und getüftelt. Auf der zwölf Meter langen Strecke entschieden am Ende Zehntelsekunden. Den schnellsten Lauf legten die »Solarfriends« mit 6,7 Sekunden hin.
Eine Zehntelsekunde kann über den Sieg entscheiden. Beim 13. Solarmobilbauwettbewerb der experimenta zeigte sich das gleich mehrfach. 71 Teams schickten ihre selbst gebauten Solarmobile ins Rennen. Am 9. Mai ging es dann um jede Zehntelsekunde.
Solarmobilbauwettbewerb der experimenta: gleiches Bauset, 71 Ideen
Die Ausgangslage war für alle gleich. Jedes Team hatte zuvor dasselbe Bauset mit Solarzelle und Elektromotor erhalten. Daraus entstanden über Monate hinweg ganz unterschiedliche Fahrzeuge, weil die Jugendlichen bauten, entwickelten und optimierten. Am Wettbewerbstag traten sie dann auf einer zwölf Meter langen Strecke gegeneinander an.

Den Antrieb lieferte ein sogenannter Lichtwagen. Jedes Team hatte zwei Läufe, und es zählte jeweils der bessere.
Die schnellsten Mobile
In der jüngeren Altersstufe der Klassen 5 bis 7 setzte sich das Team »Tüftler« vom Mönchseegymnasium Heilbronn durch. Mit 6,8 Sekunden lag es knapp vorn. Nur eine Zehntelsekunde dahinter folgte das Team »Thaddäus«, ebenfalls vom Mönchseegymnasium.
Die schnellste Zeit des gesamten Tages fuhr jedoch ein anderes Team. Bei den Klassen 8 bis 10 siegten die »Solarfriends« mit 6,7 Sekunden. Das Duo kam vom Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn und vom Eduard-Mörike-Gymnasium in Neuenstadt.
Eine Premiere mit Gangschaltung
Für eine echte Neuheit sorgte das Team »Die Nerds« aus Calw. Es schickte ein Fahrzeug mit einer automatischen Gangschaltung ins Rennen. »So was hatten wir tatsächlich noch nie«, berichtet Wettbewerbsleiter Andreas Thomé.
Die Technik dahinter ist findig. Während der Fahrt wandert ein Riemen über eine sogenannte Schnecke und schaltet so in immer höhere Gänge. Dadurch verbindet das zweirädrige Mobil eine starke Beschleunigung mit hoher Endgeschwindigkeit. Für die vorderen Plätze reichte es zwar nicht, doch einen Technikpreis hatten sich die »Nerds« damit verdient.
Dranbleiben lohnt sich
Wie sehr sich Ausdauer lohnt, zeigte das Team »Markgröninger Bub«. Es trat bereits zum vierten Mal an und verbesserte sein Fahrzeug von Jahr zu Jahr. Beim ersten Versuch kam das Mobil nicht einmal ins Ziel. In diesem Jahr reichte es bei den Klassen 8 bis 10 für den zweiten Platz.
Genau diese Entwicklung schätzt auch der Veranstalter. Andreas Thomé von der experimenta betont, dass solche Fortschritte nicht nur den Teams, sondern auch den Organisatoren Freude machten. Die Botschaft des Tages lautete deshalb: Dranbleiben zahlt sich aus.
Die Siegerteams im Überblick
Klassen 5 bis 7
- »Tüftler«, Mönchseegymnasium Heilbronn
- »Thaddäus«, Mönchseegymnasium Heilbronn
- »Die 4 Ersatzteile«, Hans-Grüninger-Gymnasium Markgröningen
- Technikpreis: »Fotonen Fänger«, Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn
- Kreativpreis: »Toro de Fuego«, Friedrich-Abel-Gymnasium Vaihingen an der Enz
Klassen 8 bis 10
»Markgröninger Bub«, Hans-Grüninger-Gymnasium Markgröningen
»Solarfriends«, Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn und Eduard-Mörike-Gymnasium Neuenstadt