Von Redaktion, Fotos: Spitzensport-Stipendium & privat
15 Jahre lang war Mona Brückmann Biathletin. Deutsche Meisterschaften, Junioren-WM, ein Leben im Schnee. Dann hörte sie auf, fing mit dem Rudern an und landete in an der TUM in Heilbronn. Hier studiert die 24-Jährige Management und Digital Technology, trainiert auf dem Neckar und sagt: „Ich liebe mein Studium.“
Es war Ende 2021, als sie in Düsseldorf über eine Bekannte zur Hochschulsportgruppe Rudern kam. Im Medienhafen probierte sie es aus. „Mir war direkt klar, das ist es“, sagt Brückmann im Porträt des TUM Campus Heilbronn. „Es war Liebe auf den ersten Blick.“ Der Wechsel von der Loipe ins Boot gelang schnell. Biathlon und Rudern sind beides Kraft-Ausdauer-Sportarten, die Grundlagen passten. Ehrgeiz und Ambition brachte sie mit.
Schon in ihrer ersten Wettkampfsaison 2025 holte sie sich die Fahrkarte für die Europäischen Hochschulmeisterschaften Rudern, die im August 2026 in Kroatien stattfinden. In Breisach wurde sie Landesvizemeisterin im Frauen-Leichtgewicht-Einer. „Ich liebe Wettkämpfe“, sagt sie laut TUM-Beitrag. „Man hat ein Trainingsziel, mit jedem Tag wächst die Vorfreude.“

Vier Minuten zum Campus, vier Minuten zum Bootshaus
In Heilbronn hat Brückmann beides gefunden: eine Hochschule und einen Fluss. Sie wohnt in der Stadtmitte, vier Minuten Fußweg bis zum Bildungscampus, vier Minuten bis zum Bootshaus der Heilbronner Ruderschwaben, ihrem Verein. Die Ruderstrecke auf dem Neckar ist vier Kilometer lang, windgeschützt und auch im Winter nutzbar. Vom Bootshaus schwärmt sie laut TUM in den höchsten Tönen.

Acht bis zehn Trainingseinheiten stehen pro Woche auf dem Plan, auch am Wochenende. Dazu das Studium und ein Werkstudentenjob bei Deloitte in der IT-Steuerberatung. Ohne gutes Zeitmanagement, das sagt sie selbst, geht das nicht. Seit Herbst 2025 ist sie Spitzensport-Stipendiatin der Heilbronner Hochschulen. „Das ganze Team arbeitet so toll, um mir die Möglichkeit zu geben, neben dem Studium meinen Sport weiter zu betreiben“, sagt sie im TUM-Porträt. „Das ist eine ganz wichtige Unterstützung für mich.“
Warum sich der TUM Campus wie eine Privatuni anfühlt
Gute Noten vergibt Brückmann auch für den TUM Campus Heilbronn. Die nagelneuen Gebäude, die Ausstattung, die renommierten Professorinnen und Professoren, die Nähe zur Forschung. Mit 20 Leuten statt mit Hunderten in einer Vorlesung zu sitzen, fühle sich mehr nach Privatuni an als nach öffentlicher Universität, sagt sie laut TUM-Beitrag.
Gemeinsam mit Felix Nack, ebenfalls Spitzensport-Stipendiat an der TUM, engagiert sie sich in der Hochschulgruppe bei den Ruderschwaben. Ihr sportliches Ziel: einen Wettbewerb auf nationaler Ebene gewinnen.
Brückmann nennt sich selbst einen „Riesenfan des Hochschulstandorts Heilbronn“. Und wenn sie nach einem langen Tag an der Uni ins Boot steigt, auf den Neckar hinauspaddelt und alles rauslässt, was sich tagsüber angestaut hat, dann fliegen ihr dort manchmal auch die Ideen für die nächste Uniaufgabe zu. Spitzensport und Spitzenforschung, sagt sie sinngemäß, haben etwas gemeinsam: Für beides braucht man Disziplin.