Von Redaktion, Foto: experimenta
15 Kilo Mais, 30 Aussteller und ein Roboter zum Kuscheln: Die Maker Faire in der experimenta war auch in ihrem fünften Jahr der Beweis dafür, dass Technikbegeisterung keine Altersbeschränkung kennt. Manche Besucher kamen dafür extra aus Luxemburg.
Es blinkte, schaukelte und drehte sich. Im Maker Space und im Kubus der experimenta trafen sich Ende Februar zum fünften Mal Bastler, Tüftler und Technikenthusiasten zur Maker Faire, der Do-it-yourself-Messe, die inzwischen Besucher weit über die Region hinaus anzieht. Rund 1.000 Menschen kamen laut experimenta in diesem Jahr, darunter Gäste aus München, Freiburg und sogar Luxemburg.
Was die Maker Faire Heilbronn besonders macht
30 Aussteller zeigten ihre Projekte, und viele davon machten deutlich, wie lebendig die Heilbronner Maker-Community mittlerweile ist. Der 14-jährige Maximilian etwa präsentierte einen Flugsimulator, den er mit Freunden selbst gebaut und programmiert hat. Die Tüftel-AG des Mönchseegymnasiums zog Blicke auf sich mit einer Super-Mario-Rennbahn. Daneben gab es einen Hexapod-Roboter zu bestaunen, einen autonomen Holzkohle-Smoker und einen sogenannten Infinity-Tisch, der dank Spiegeleffekt unendlich tief zu sein scheint.

Wer nicht nur schauen wollte, konnte selbst ran. Beim Roboterbattle etwa, beim Gestalten von Ansteckbuttons oder beim Quilling, bei dem aus Papierröllchen Schmuck und kleine Kunstwerke entstehen. Das Mitmachangebot gehört zum Kern der Veranstaltung, denn die Maker Faire versteht sich nicht als Fachmesse, sondern als Ort, an dem ausprobiert wird.
Neues Maskottchen und 15 Kilo Popcorn
Für den wohl kuscheligsten Moment des Tages sorgte ein Neuzugang: das Roboter-Maskottchen Makey, das in diesem Jahr seine Premiere feierte. Und weil kreatives Arbeiten hungrig macht, wurden laut Veranstalter auch 15 Kilo Mais zu Popcorn verarbeitet.
Die Maker Faire findet im Maker Space der experimenta statt, einer offenen und kostenlosen Plattform, die Jugendliche und junge Erwachsene zum Entwickeln, Gestalten und Programmieren einlädt. Die technische Ausstattung reicht vom 3D-Drucker über Lasercutter und CNC-Fräse bis zum Videostudio. Dass beim jährlichen Maker-Faire-Wochenende auch Besucher von weit her anreisen, zeigt, dass sich das Angebot über die Jahre einen Namen gemacht hat.
Für Heilbronn ist die Veranstaltung mehr als eine Bastelmesse. Wenn ein 14-Jähriger in der experimenta seinen eigenen Flugsimulator vorstellt, dann ist das auch ein Hinweis darauf, was passiert, wenn man jungen Menschen Werkzeuge, Räume und Vertrauen gibt.