Von Redaktion, Fotos: Dieter Schwarz Stiftung
Mit »Zukünfte« hat die Dieter Schwarz Stiftung ein digitales Magazin gestartet, entwickelt in Kooperation mit der ZEIT Verlagsgruppe. Drei Rubriken, zweisprachig, mit Reportagen und Interviews aus Heilbronns Bildungs-, Forschungs- und Innovationsökosystem. Im Mittelpunkt: der Wandel der Stadt zu einem internationalen Wissens- und KI-Standort.
Der Plural ist ungewöhnlich. Wer von »Zukünften« spricht, nicht von »der Zukunft«, der sagt eigentlich: Es gibt nicht den einen Pfad nach vorn, sondern viele. Mehrere Möglichkeiten, mehrere Versionen dessen, was kommen kann. Genau dieses Wort hat die Dieter Schwarz Stiftung jetzt zum Titel ihres neuen digitalen Magazins gemacht. »Zukünfte«, online unter zukuenfte-magazin.de, in deutscher und englischer Sprache. Entwickelt wurde das Format laut Selbstauskunft der Stiftung in Kooperation mit der ZEIT Verlagsgruppe.

Drei Rubriken, ein Ökosystem
Das Magazin gliedert sich in drei Bereiche, die exakt der Förderlogik der Dieter Schwarz Stiftung folgen: »Bildung & Familie«, »Forschung & Wissenschaft« und »Unternehmen & Innovationen«. Jeder Bereich versammelt Artikel über die geförderten Einrichtungen. Vorgestellt werden unter anderem die experimenta, die Akademie für Innovative Bildung und Management (aim), das Haus der Familie und die Josef-Schwarz-Schule. Dazu die DHBW Heilbronn, das DHBW CAS, die Hochschule Heilbronn, der TUM Campus Heilbronn, die ETH Zürich Campus Heilbronn, das Ferdinand-Steinbeis-Institut, die Fraunhofer Heilbronn Forschungs- und Innovationszentren (HNFIZ) sowie das Max-Planck-Institut. Bei den Unternehmen und Innovationen finden die Campus Founders und der Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) ihren Platz. Auch die Programmierschule 42 Heilbronn und das junge Bildungsprojekt Arkadia sind dabei.
Was im Magazin Zukünfte Heilbronn schon zu lesen ist
Inhaltlich liest sich der Auftakt wie eine Rundfahrt durch das Heilbronner Innovationsökosystem. In der Reportage »Ein Plan für die Zukunft« führt Autor Tobias Asmuth die Leserschaft an den Konferenztisch im Büro von Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Stiftung. Geilsdörfer erläutert dort die strategische Linie zwischen Bildungscampus, experimenta und IPAI. Das Interview »Wir bauen die Region zu einem Leuchtturm aus« versammelt den vollständigen Stiftungsvorstand mit Geilsdörfer, Prof. Dr. Bärbel G. Renner und Prof. Dr. Gunther Friedl. Im Beitrag »Europa hat alle Voraussetzungen, Gewinner der KI-Revolution zu werden« geht es um den IPAI Campus, dessen Spatenstich am 21. Oktober 2025 unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Ministerpräsident Winfried Kretschmann setzten. Daneben gibt es Stücke über das Mentoring-Programm WoMent, über die Forschung am TUM Campus zu Lügen in Verhandlungen oder zum MIT-REAP-Programm, das Heilbronn als Modellregion für Innovationsökosysteme aufgenommen hat.

Was die Kooperation mit der ZEIT Verlagsgruppe bedeutet
Dass eine Stiftung ihr eigenes Magazin betreibt, ist nicht ungewöhnlich. Dass sie es zusammen mit einem etablierten Medienhaus entwickelt, schon eher. Die ZEIT Verlagsgruppe gehört zu den profiliertesten deutschen Verlagshäusern, das Spektrum reicht von der Wochenzeitung »Die Zeit« über das »ZEITmagazin« bis hin zu zahlreichen Beilagen. Aus der Kombination ergibt sich eine bestimmte Erwartungshaltung an Layout und journalistische Form. In der eigenen Beschreibung auf der Seite »Über uns« formuliert es die Dieter Schwarz Stiftung so: »Das Magazin ZUKÜNFTE wurde in Kooperation mit der ZEIT Verlagsgruppe entwickelt. Es nimmt Neugierige mit in das Heilbronner Innovationsökosystem, wo motivierte Menschen verschiedene Zukunftsbilder zeichnen.«
Zweisprachig und auf Reichweite angelegt
Auffällig ist die konsequente Zweisprachigkeit. Jeder Beitrag ist auf Deutsch und Englisch verfügbar, der Wechsel zwischen den Sprachen erfolgt mit einem Klick im Kopf der Seite. Das passt zur internationalen Ausrichtung der Stiftung, die nach eigenen Angaben Stiftungsprofessuren in Paris, Oxford, Waterloo, Stanford, Jerusalem und Singapur eingerichtet hat und mit dem ETH-Standort und dem TUM Campus zwei Häuser mit globaler Sichtbarkeit nach Heilbronn geholt hat. Wer aus Zürich, Cambridge oder Singapur auf Heilbronn schaut, soll auf der Magazinseite ankommen können, ohne übersetzen zu müssen.
Für die Wissensstadt Heilbronn bedeutet das digitale Magazin einen weiteren Kanal, über den die Geschichten aus dem hiesigen Ökosystem in geordneter Form nach außen gehen. Die Erzählung verläuft entlang der Bildungsbiografie, vom Kindergarten bis zur Spitzenforschung, und hat damit dieselbe Logik, die auch die Arbeit der Wissensstadt prägt. »Unser Auftrag. Unser Handeln. Unsere Zukünfte«, so steht es als Claim auf der Seite. Im Plural eben. Mit Absicht.