Dieter Schwarz Stiftung: Neues Programm soll jährlich bis zu 70 internationale KI-Talente nach Heilbronn holen

Von Redaktion, Fotos: Dieter Schwarz Stiftung

Der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Dieter Schwarz Stiftung haben ein gemeinsames Pilotprogramm gestartet. Es soll exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt an den Bildungscampus bringen. Ab 2029 sollen daraus langfristig internationale Forschungsgruppen entstehen.

Bis zu 70 internationale KI-Talente pro Jahr, virtuelle Netzwerkformate, einwöchige Forschungsreisen und Aufenthalte von bis zu zwölf Monaten: Das neue Programm »Internationale KI-Talente für Heilbronn gewinnen« hat einen klaren Auftrag. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Dieter Schwarz Stiftung wollen mit diesem Pilotprojekt Postdoktorandinnen, Postdoktoranden und Nachwuchswissenschaftler für die Forschungsinstitutionen am Bildungscampus gewinnen. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 23. April in Heilbronn unterzeichnet.

Wettbewerb um die besten Köpfe

»Der internationale Wettbewerb um KI-Talente hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft«, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee laut einer Mitteilung der Dieter Schwarz Stiftung. Um mit der rasanten Entwicklung Schritt zu halten, müsse man möglichst viele junge KI-Talente frühzeitig für den Wissenschaftsstandort Deutschland gewinnen und ihnen langfristige Perspektiven bieten.

Prof. Dr. Gunther Friedl, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, ergänzte: »In einer Welt, die sich durch Künstliche Intelligenz rasant verändert, ist Mut zur internationalen Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg.« Das Pilotprojekt schlage die Brücke zwischen internationaler Exzellenz und dem Ökosystem vor Ort. Indem man Nachwuchswissenschaftler frühzeitig in die Forschungslandschaft integriere, lege man den Grundstein für Innovationen, die weit über die Region hinaus Wirkung entfalteten.

Drei Stufen, ein Ziel

Das Förderangebot ist in drei aufeinander aufbauende Elemente gegliedert: virtuelle Informations- und Netzwerkformate als Einstieg, Kurzaufenthalte im Rahmen einer einwöchigen Forschungsreise zur Anbahnung von Kooperationen und schließlich Forschungsaufenthalte von bis zu zwölf Monaten. Ab 2029 sollen auf dieser Basis langfristig internationale Forschungsgruppen am Standort etabliert werden. Das Pilotprojekt läuft zunächst drei Jahre.

Breites Partnernetzwerk am Bildungscampus

Zu den beteiligten Partnern zählen die am Bildungscampus ansässigen Institutionen der anwendungsbezogenen KI-Forschung: der TUM Campus Heilbronn, die DHBW zusammen mit dem Center for Advanced Studies, die Hochschule Heilbronn, das Ferdinand-Steinbeis-Institut am Standort Heilbronn sowie die Fraunhofer Heilbronn Forschungs- und Innovationszentren. Der Bildungscampus vereint eine bundesweit einzigartige Dichte an Hochschul- und Forschungseinrichtungen mit derzeit mehr als 8.000 Studierenden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf praxisnaher KI-Forschung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Die Ausschreibung für das Programm startet am 1. Mai und wird in der Stipendiendatenbank des DAAD veröffentlicht.

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