Von Redaktion, Fotos: HHN
Studierende der Hochschule Heilbronn haben praxistaugliche Lösungen für regionale Handwerksbetriebe entwickelt. Beim Innovations-Hackathon der HHN entstanden unter anderem ein Webshop und ein Umsatz-Tool. Partner waren die WHF Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken und die Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Ende Juni stellten die Teams ihre Ergebnisse vor.
Schrauben, Kabelbinder und Backwaren gehören selten zum Stoff einer Hochschulveranstaltung. Beim Innovations-Hackathon der HHN standen genau sie im Mittelpunkt. Studierende der Fakultät Wirtschaft entwickelten Geschäftslösungen für regionale Handwerksunternehmen. Hinter dem Projekt standen die Hochschule Heilbronn, die WHF Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH und die Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Aufgabe für den Innovations-Hackathon der HHN
Seit Mai arbeiteten die Studierenden eng mit Handwerksbetrieben zusammen. Sie entwickelten Lösungen, die sich direkt im Alltag der Unternehmen einsetzen lassen. Bei der Abschlusspräsentation Ende Juni zeigten die Teams ihre Ergebnisse. Im Publikum saßen die Vertreterinnen und Vertreter der Betriebe und hörten gespannt zu. Die Bandbreite der Ideen war groß.
Zwei Betriebe, zwei Lösungen
Für das Unternehmen Metallbau Scherer entwarf ein Team eine Lösung für die Materialbestellung. Dafür befragten die Studierenden Handwerker und analysierten ihren Bedarf. Sie klärten, was beim Bestellen von Schrauben, Kabelbindern und anderen Materialien zählt. Aus der Analyse ging hervor: Sofortige Verfügbarkeit und schnelle Lieferzeiten sind den Handwerkern wichtiger als der Preis. Mit diesen Erkenntnissen programmierten sie den Webshop »Scherer Werkbedarf«. Er bietet klare Auswahlmöglichkeiten, kurze Wege und schnelle Lieferzeiten.
Ein zweites Team arbeitete für die Bäckerei Weber GmbH & Co. KG. Dort entstand ein Webtool, das den Umsatz der Filialen sichtbar macht. Eine einfache Benutzeroberfläche zeigt mit wenigen Klicks, welche Filiale am jeweiligen Tag den höchsten Umsatz erzielt. Zudem lässt sich ablesen, welche Produkte gefragt sind und wie viele Backwaren übrigbleiben. So erkennen die Verantwortlichen schneller, welche Filialen profitabel arbeiten.
Positive Bilanz auf beiden Seiten
Professorin Carolin Neffe betreute die Lehrveranstaltung. »Am meisten hat mich gefreut, dass die Unternehmen so begeistert von den vorgestellten Lösungen waren«, sagte sie. Sie sei zudem sehr stolz auf die Studentinnen und Studenten, die es klasse gemacht hätten. Auch die Betriebe zogen ein positives Fazit. Sie zeigten sich erfreut über die frischen Einblicke und betonten den Wert des Blicks von außen. »Die Studierenden haben meine Erwartungen mit ihren Projekten weit übertroffen«, sagte Tilmann Weber von der Bäckerei Weber. Der Hackathon zeigte damit, wie Wissenschaft und Handwerk voneinander profitieren, wenn sie gemeinsam an realen Problemen arbeiten.