Hochschule Heilbronn: 800 Ersties starten ins Sommersemester

Von Redaktion, Fotos: Hochschule Heilbronn

„KI ist die Zukunft, da muss man am Ball bleiben.“ Mert Korkmaz hat sich für den Studiengang Künstliche Intelligenz und industrielle Digitalisierung an der Hochschule Heilbronn entschieden. Er ist einer von rund 800 Erstsemestern, die in diesen Tagen ihr Studium beginnen. Auffällig: Die Nachfrage aus dem Ausland war so hoch wie nie.

Rund 6.700 Studierende zählt die Hochschule Heilbronn aktuell an ihren vier Standorten. Zum Sommersemester kommen nun 800 neue dazu, davon 330 am Bildungscampus in Heilbronn, 250 am TechCampus und zusammen etwa 200 an den Standorten Künzelsau und Schwäbisch Hall. Ungefähr 550 beginnen ein Bachelorstudium, rund 250 starten in einen Masterstudiengang.

Erstsemesterbegrüßung in der Aula am TechCampus der HHN.

Internationale Nachfrage übersteigt das Angebot

Unter den Erstsemestern sind laut HHN etwa 170 sogenannte Internationals, Studierende aus aller Welt, die für ein Semester oder das gesamte Studium nach Heilbronn kommen. Bemerkenswert: Es lagen zum Sommersemester deutlich mehr internationale Bewerbungen vor, als Studienplätze vorhanden sind. Die Hochschule führt diese Entwicklung auf ein zuletzt stark erweitertes englischsprachiges Studienangebot zurück.

Eduard Naboka und Mert Korkmaz (v.l.n.r.) freuen sich auf den Beginn ihres Studiums Künstliche Intelligenz und industrielle Digitalisierung.

Einer der Treiber ist der neue Masterstudiengang Applied Artificial Intelligence, der zum Sommersemester eingeführt wurde. Er baut auf den Bachelor Angewandte Künstliche Intelligenz auf und wird interdisziplinär am TechCampus und am Bildungscampus gelehrt. Sämtliche Lehrveranstaltungen finden auf Englisch statt.

Von KI bis Personalwesen: Was die neuen Studierenden antreibt

Auch der Bachelorstudiengang Künstliche Intelligenz und industrielle Digitalisierung am TechCampus ist laut HHN sehr stark nachgefragt. Mert Korkmaz, der sich gemeinsam mit Eduard Naboka für diesen Studiengang entschieden hat, sagt in der Pressemitteilung der Hochschule: „KI ist die Zukunft, da muss man am Ball bleiben. Ich habe diesen Studiengang gewählt, weil ich es aktuell für die beste und zukunftssicherste Entscheidung halte.“

Sudenaz Calis und Mirlinda Dibrani (v.l.n.r.) blicken dem Studium International Business freudig entgegen.

Doch nicht nur die KI-Studiengänge ziehen. Am Standort Schwäbisch Hall beginnt Torben Ambacher sein Studium Management und Personalwesen. „Besonders interessant finde ich die Verbindung aus wirtschaftlichem Denken, strategischen Entscheidungen und der Arbeit mit Menschen“, sagt er laut Pressemitteilung. Am Bildungscampus freut sich Sudenaz Calis auf International Business: „Ich bin ein echter Sprachenmensch und möchte unbedingt ein Auslandssemester machen, um Erfahrungen zu sammeln.“

Auch bereits etablierte Studiengänge wie Business Engineering Logistics und International Business sind laut Hochschule mehr als ausgebucht. Ebenso gut angenommen wurde Management und angewandte Psychologie im Sozialwesen am Standort Künzelsau.

Strategie geht auf

Die Hochschule Heilbronn blickt laut eigener Einschätzung positiv auf die Entwicklung. Die Strategie der vergangenen Jahre, auf Internationalisierung und innovative Themenfelder zu setzen, zeige Wirkung. Die eingeschlagene Richtung soll weiterverfolgt werden, weitere neue Studienangebote besonders im technischen Bereich sollen folgen.

Für Heilbronn als Hochschulstandort sind die Zahlen ein gutes Zeichen. Der Bildungscampus, auf dem die HHN neben der TUM, der DHBW und seit kurzem auch der ETH Zürich vertreten ist, wächst weiter. Und wenn Studierende wie Mert Korkmaz sagen, KI sei die Zukunft, dann passt das ziemlich gut zu einer Stadt, die sich gerade ein ganzes Ökosystem rund um genau dieses Thema baut.

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