Ferienprogramm 2026: Wenn Diabolo, Drachen und Upcycling die Langeweile vertreiben

Von Redaktion, Foto: experimenta

Oster- und Herbstferien können lang sein. Vor allem für berufstätige Eltern. Das Haus der Familie, die aim und die experimenta haben ein gemeinsames Programm entwickelt, das Kindern von 6 bis 12 Jahren abwechslungsreiche Tage verspricht – von Artistik bis Holzwerkstatt.

Es gibt diesen Moment in jeder Familie, meist in der zweiten Ferienwoche, wenn die Begeisterung der ersten Tage verflogen ist und die Frage aufkommt: Was machen wir jetzt? Drei Einrichtungen der Dieter Schwarz Stiftung haben darauf eine Antwort entwickelt, die über das klassische Ferienprogramm hinausgeht. Das Haus der Familie, die Akademie für innovative Bildung und Management und die experimenta bündeln ihre Kompetenzen – und bieten 2026 in den Oster- und Herbstferien ein Programm, das Bewegung, Kreativität und Nachhaltigkeit zusammenbringt.

Die Osterferien starten vom 7. bis 10. April sportlich. Outdoor-Tag auf dem Gaffenberg, danach ein Parcours, bei dem Geschicklichkeit gefragt ist. Am dritten Tag geht es um Upcycling – also darum, aus Altem neue Schätze zu schaffen. Tag vier widmet sich dem Improtheater, bei dem Fantasie und Spontanität im Mittelpunkt stehen. Und in der experimenta beschäftigen sich die Kinder mit einer Frage, die sich in Zeiten von Klimadebatte und Müllbergen aufdrängt: Alles Müll, oder was? Sie finden heraus, was sich aus Alltagsmaterialien noch machen lässt, die sonst im Abfalleimer landen würden.

In den Herbstferien, vom 26. bis 30. Oktober, wird es dann handwerklich. Unter dem Motto »Handmade« schnuppern die Kinder Zirkusluft. Jonglieren mit Diabolo und Tellern steht auf dem Programm, angeleitet von erfahrenen Zirkustrainern. Für windige Herbsttage bauen sie einen eigenen Drachen. In der Holzwerkstatt können sie beim Bau eines Spielzeugs ihren Ideen freien Lauf lassen. Zum Abschluss der Ferien gestalten sie aus Wolle, Garn und Naturmaterialien farbenfrohe Webkreise für zuhause.

Das Programm richtet sich an Schulkinder zwischen 6 und 12 Jahren. Die Betreuung übernehmen pädagogisch geschulte Fachkräfte, täglich von 7:30 bis 17:00 Uhr. Damit deckt das Angebot auch die Arbeitszeiten berufstätiger Eltern ab – ein nicht unwichtiges Detail in einer Region, die sich als Bildungs- und Wirtschaftsstandort positioniert.

Die Teilnahme kostet 120 Euro für die vier Tage in den Osterferien, 150 Euro für die fünf Tage in den Herbstferien. Anmeldungen sind über die Websites der beteiligten Einrichtungen möglich. Das Programm zeigt, wie drei Institutionen der Dieter Schwarz Stiftung ihre unterschiedlichen Schwerpunkte – Familie, Bildung, Wissenschaftsvermittlung – zu einem Angebot zusammenführen, das mehr ist als die Summe seiner Teile.

Ob das Konzept aufgeht, wird sich in den Ferien zeigen. Aber die Mischung aus Bewegung, Kreativität und praktischem Tun könnte tatsächlich jene Langeweile vertreiben, die sich sonst in der zweiten Ferienwoche einstellt. Und nebenbei lernen die Kinder, dass man aus einem alten T-Shirt noch etwas machen kann – und dass Jonglieren mit Diabolo schwieriger aussieht, als es ist.

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