Von Redaktion, Foto: TUM Campus Heilbronn
Das Wirtschaftsmagazin würdigt den Heilbronner Ökonomen für seine Forschung zu Bildungschancen, Arbeitsmarktgerechtigkeit und den Folgen von KI. Eine Auszeichnung, die auch auf den Standort abstrahlt.
Es gibt Preise, die eine Karriere krönen. Und es gibt Preise, die eine Karriere begleiten – als Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Der „Top 40 unter 40″-Award des Wirtschaftsmagazins Capital gehört zur zweiten Kategorie. Er zeichnet nicht Lebenswerke aus, sondern Potenzial. Menschen unter 40, denen zugetraut wird, dass sie noch viel bewegen werden.
Philipp Lergetporer, Professor für Wirtschaft am TUM Campus Heilbronn, gehört in diesem Jahr zu den 160 Ausgezeichneten. Seine Forschungsthemen: Bildungschancen, Arbeitsmarktgerechtigkeit, die Folgen digitaler Technologien wie Künstlicher Intelligenz für Beschäftigte und Unternehmen. Themen, die nicht im akademischen Elfenbeinturm bleiben, sondern in der öffentlichen Debatte ankommen.
Forschung, die Orientierung bieten soll
„Ich freue mich sehr über die Anerkennung, weil sie zeigt, dass ökonomische Forschung zu gesellschaftlich wichtigen Fragen auch außerhalb der Wissenschaft beachtet und geschätzt wird“, sagt Lergetporer laut TUM-Mitteilung. Er bringe seine Forschungsergebnisse in die öffentliche Debatte ein und wolle so zu einer faktenbasierten Diskussion beitragen.
Für den TUM Campus Heilbronn sei die Auszeichnung ebenfalls eine Bestätigung, so Lergetporer: „dass wir an Themen arbeiten, die die Gesellschaft bewegen, und an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft einen konstruktiven Beitrag leisten können.“
In den kommenden Jahren möchte er diesen Kurs fortsetzen. „Wir leben in einer Zeit großer Veränderungen und wichtiger Entscheidungen in Wirtschaft und Gesellschaft“, so Lergetporer laut TUM-Mitteilung. „Ich halte es für entscheidend, dass Forschung Orientierung bietet und zu einer informierten und zukunftsfähigen Gesellschaft beiträgt. Die Auszeichnung bestärkt mich sehr darin, diesen Kurs weiter zu verfolgen.“
Ein Netzwerk aus über 1.500 Alumni
Der „Top 40 unter 40″-Award wurde 2007 von der Capital-Redaktion ins Leben gerufen. Damals präsentierte das Magazin erstmals „Deutschlands Wunderkinder“ – jeweils 40 herausragende Talente unter 40 Jahren in den Kategorien Politik, Unternehmen, Management und Gesellschaft. Mittlerweile hat Capital laut eigenen Angaben einen der umfangreichsten Talentpools des Landes aufgebaut, mit einem Alumni-Netzwerk aus mehr als 1.500 Preisträgern.
Unter den 160 Preisträgern des Jahres 2025 sind laut TUM-Mitteilung unter anderem Bundesbauministerin Verena Hubertz, Christian Hassel (Bereichsvorstand Commerzbank), Matthias Nießner (CEO des KI-Unternehmens Spaital) sowie Michael Schwarz, einer der führenden Köpfe in der Cybersicherheitsforschung.
Der Frauenanteil unter den Ausgezeichneten ist über die Jahre gestiegen: von knapp einem Drittel bei der ersten Ausgabe auf 42 Prozent in diesem Jahr. Die Preisträger und Alumni trafen sich am 21. November 2025 beim „Top 40 unter 40″-Gipfel in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin.
Ein Standort, der Talente anzieht
Für den TUM Campus Heilbronn ist die Auszeichnung mehr als eine Randnotiz. Der Standort auf dem Bildungscampus, 2018/2019 eröffnet, hat sich in wenigen Jahren zu einem Ort entwickelt, an dem Forschung auf gesellschaftliche Relevanz trifft. Dass ein Professor von hier zu den Top-Talenten des Landes gezählt wird, zeigt, dass der Campus nicht nur Studierende ausbildet, sondern auch Forschende anzieht, die über ihre Disziplin hinaus wirken wollen.