Von Redaktion, Foto: aim
Im März 2025 kamen rund 1.000 Menschen zur aim Bildungskonferenz nach Heilbronn. Diskutiert wurde über Vielfalt, KI und die Zukunft der Bildung. Parallel dazu lief ein interner Prozess, bei dem über 500 Vorschläge gesammelt wurden, festgehalten auf 516 Post-its.
516 Post-its sind eine Menge Papier. Und noch mehr Meinungen. Im vergangenen Jahr startete die aim einen bereichsübergreifenden Strategieprozess, bei dem sich das gesamte Team fragte: Was brauchen wir, um als Bildungseinrichtung in Zukunft wirksam zu bleiben? In fünf Handlungsfeldern bearbeiteten die Mitarbeitenden (unabhängig von Rolle, Zugehörigkeit oder Arbeitszeitmodell) Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Von Programmentwicklung über Digitalisierung bis zur Frage, wie Zusammenarbeit im Alltag gelingen kann.
Das Ergebnis: über 500 Vorschläge und Impulse, festgehalten auf genau 516 Post-its.
Nach außen wurde das Thema Mut im März 2025 bei der Biko, der aim Bildungskonferenz, sichtbar. Rund 1.000 Teilnehmende kamen zum Bildungscampus, in Kooperation mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg gab es mehr als 70 Programmangebote: Workshops, Lesungen, Impulsvorträge, interaktive Formate.
Das Programm deckte ein breites Spektrum ab. Lisa Niendorf sprach in ihrem Vortrag über das Thema »Als Lehrkraft ein Ally sein«, Ali Dönmez stellte die Frage »In der Schule wird Deutsch gesprochen!«. Julian van Dieken setzte kreative Impulse zu KI und Bildung mit seinem Vortrag »State of AI«. Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach widmete seine Keynote der bildungspolitischen Herausforderung, Kindheit heute gerecht zu begegnen. Der Workshop »Rassismussensible Schule« von LERAconnect schuf Reflexionsräume für strukturelle Diskriminierung im Schulalltag.
Aus dem internen Strategieprozess entstanden neue Formate wie die »aimPulse«: kurze Inputs mit Expertenwissen aus dem Arbeitsalltag, kombiniert mit Raum für informellen Austausch in Pre- oder After-Work-Runden oder bei einem kollektiven Mittagessen, wie es im Blogbeitrag der aim heißt. Das Format verbindet Kolleginnen und Kollegen über Bereichsgrenzen hinweg.
Die aim arbeitet mit verschiedenen Zielgruppen: Programme wie die Juniorakademie oder der Studienkompass fördern Selbstwirksamkeit und Bildungsbiografien junger Menschen. In der Bildungsarbeit mit Fach- und Leitungskräften aus Krippe, Kita und Schule legt die Organisation großen Wert auf Beziehungsarbeit, sowohl als pädagogisches Konzept als auch als Haltung gegenüber Teilnehmenden.
Das Maskottchen der aim ist eine Ameise namens aimy. Im Blogbeitrag wird erklärt, warum: Ameisen verteidigen ihre Kolonie, auch gegen überlegene Gegner. Aufgaben werden gemeinsam getragen, Entscheidungen entstehen durch kollektive Orientierung. Einzelne Ameisen wagen sich weit vor, um neue Wege oder Ressourcen zu erschließen. Nicht für sich selbst, sondern für alle. Ein Bild für das, was auch in der Bildung zählt: Vertrauen, Verbindlichkeit und der Mut, im Team über sich hinauszuwachsen.
Die aim versteht sich als Akteurin in einer Bildungslandschaft im Wandel, heißt es im Beitrag. Das Ziel: Kinder und Jugendliche zu selbstbestimmter und verantwortungsvoller Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft zu befähigen. Die Zusammenarbeit erfolgt unter anderem mit Bildungsverwaltungen, Schulen, gemeinnützigen Trägern und politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern.
Julia Kleiner, Redakteurin bei der aim und Autorin des Blogbeitrags, schreibt am Ende: »Mutig miteinander ist keine Formel, kein Zustand, sondern ein Prozess und eine Richtung.« 516 Post-its später könnte man sagen: Der Prozess läuft.